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Vorwort: Als ich im Jahr 1994 als Vorstand einer kleineren örtlich eingebundenen
Raiffeisenbank beschloss, der Aufforderung eines Prüfers des Genossenschaftsverband Bayern e.V. zur Fusion mit einer weit größeren Stadtgenossenschaft nicht Folge zu leisten und statt dessen die Fusion mit einer in
unmittelbarer Nähe beheimateten Bank bevorzugte, zog ich mir den Unwillen des Genossenschafts- verband Bayern zu, weil ich - entgegen ausdrücklichen Verbotes seitens des GVB - meine Mitglieder über deren besonderen Rechte als
Eigentümer informierte, und schied im Jahr 1996 aus den Diensten von Vater Raiffeisen aus. Das heißt aber nicht, dass ich auch aus Diensten einer guten und sozialen Idee ausgeschieden bin Die Seite www.wegfrei.de ist in den darauffolgenden Jahren entstanden.
Die Seite wegfrei.de beschreibt jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Die Wirklichkeit ist viel schlimmer als selbst ich bisher angenommen habe.
Nach meiner ganz persönlichen Meinung handelt es sich um
die Vergewaltigung der Rechtsform “eingetragene Genossenschaft”
Hat Ihnen der Vorstand Ihrer Genossenschaftsbank eigentlich irgendwann einmal gesagt, was der Förderauftrag einer Genossenschaft wirklich bedeutet. Fragen
Sie mal gezielt nach, welche besonderen Vorteile ausschliesslich den Mitgliedern gewährt werden und wie sie sich dadurch von Banken anderer Rechtsform unterscheidet. Vorab:
eine jährliche Dividende und evtl. zusätzlich ein Essen haben mit dem Förderauftrag nichts zu tun.
Wer den Förderauftrag kennt, der weiß auch dass die Rechtsform “Genossenschaft” für solche Universalbanken wie sich
die Volks- und Raiffeisenbanken heute darstellen die verkehrteste Rechtsform ist die es gibt.
Die Haftung für die Einhaltung des Förderauftrags trifft Vorstand und Aufsichtsrat gleichermaßen. Und zwar mit der Umkehr der Beweislast. Ich möchte nicht in der
Haut von vielen Aufsichtsräten stecken.
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